Heiliger Schmuck und benediktinisches Ordensideal

Herzliche Einladung zum Auditorium Kloster Stiepel am 5. Juli 2022 um 20:00 Uhr: 

 

 

Heiliger Schmuck und benediktinisches Ordensideal – Kontroversen im Umfeld von Hildegard von Bingen und Bernhard von Clairvaux 

 

Der Bochumer Dogmatiker Prof. em. Dr. Dr. h.c. Wendelin Knoch promovierte 1972 bei Karl Rahner und habilitierte sich 1981 in Bonn bei Wilhelm Breuning. Er hatte 1983–1991 in Paderborn die Professur für Fundamentaltheologie inne, 1991–2008 die Professur für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Ruhr-Universität. 1969 wurde er zum Priester geweiht. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn 2006 zum Päpstl. Ehrenprälaten. 2012 verlieh ihm die Universität Johannes Paul II. in Krakau die Ehrendoktorwürde. 2015 erhielt er die Verdienstmedaille des Lat. Patriarchen von Jerusalem. Wendelin Knoch ist Familiar des Zisterzienserordens.

 

Exemplarisch beleuchtet werden zwei unterschiedliche Facetten eines gemeinsamen Weges hin zum „Himmlischen Jerusalem“ (Offb 21,2). Hildegard von Bingen erkennt die Erfüllung ihrer klösterlichen Berufung in der bräutlichen Vereinigung mit Christus. Ihre Schwestern tragen in der feierlichen Liturgie opulenten Schmuck. Aus einer ebenso tiefen Christusfrömmigkeit heraus fordert Bernhard von Clairvaux von seinen Mönchen strenge Askese. Jedes überflüssige decorum lehnt er ab. Welches gemeinsame Fundament trägt diese beiden divergierenden Positionen? Eine Klärung kann helfen, zeitgenössische Strömungen in Bezug auf kirchliche Architektur, Kunst, Literatur und Liturgie – zumal in mönchischer Prägung – in ihrer geistlichen Perspektive neu zu entdecken.

 

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