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Absage der Weihnachtsgottesdienste

Liebe Schwestern und Brüder, die vom Stadtdechanten Michael Kemper organisierte  Austauschrunde der Bochumer Pfarrer hat in den letzten Tagen unentwegt „digital“ getagt. Nach meiner Kenntnis, haben sich alle dafür entschieden, die Gottesdienste an Weihnachten abzusagen. Meine Stellungnahme, dass wir die Gottesdienste halten werden, wenn kein offizielles Verbot ausgesprochen wird, habe ich in der Gruppe stehen lassen.  Um zu einer fundierten Entscheidung für Stiepel zu kommen, habe ich eine digitale Abstimmung im Pfarrgemeinderat herbeigeführt zu der Frage, ob wir die Gottesdienste an Weihnachten halten sollen. Das Ergebnis der Abstimmung war wie folgt: eine Ja-Stimme, zwei Stimmen, die beides nachvollziehen können und der Rest Nein-Stimmen. Die Mehrheit im Gremium des Pfarrgemeinderates ist also für eine Absage der Gottesdienste an Weihnachten. Da der Pfarrgemeinderat für diese Frage zuständig ist, hat dieses Votum für die Entscheidung in unserer Gemeinde eine große Bedeutung...

Wir Mönche als Konvent haben natürlich auch beraten. Auch hier waren die meisten bei einem Mitbrüdergespräch diesen Montag für eine Absage der Gottesdienste aus unterschiedlichen Gründen. Ein Grund ist das erhöhte Risiko in den Weihnachtsgottesdiensten aufgrund der Aufstockung der Teilnehmerzahl auf die Höchstgrenze. Dies wird als nicht verantwortungsbewusst wahrgenommen. Ein anderer Grund ist die Tatsache, dass viele von außerhalb nachfragen, ob es bei uns einen Gottesdienst draußen gibt. Damit ist das Risiko sehr hoch, dass sie, wenn wir einen stattfinden lassen, auch ohne Anmeldung kommen und sich auf den Platz stellen. Das dann sicher entstehende Chaos könnten wir nicht ohne Streit und Missmut für alle Beteiligten regeln. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich viele nicht abweisen lassen und wir denken, dass wir diese Situation nicht stemmen können. Auch dies wird nicht als verantwortungsbewusst empfunden. Ein dritter Grund liegt darin, dass wir die Werktagsgottesdienste auch über Weihnachten retten wollen und natürlich auch die Wochenenden danach.

 

Wir haben aktuell eine Informationspflicht, die Anzahl der Gottesdienste an die örtlichen Behörden zu melden und bekamen bereits eine sehr kritische Rückmeldung dazu. Parallel dazu gibt es viele Empfehlungen, auch von unserem Bischof, alle Werktagsgottesdienste ausfallen zu lassen. Wenn wir in Stiepel alles machen, mehrere Gottesdienste an Heiligabend und  am ersten und zweiten Weihnachtstag und danach anschließend alle Werktagsgottesdienste und Wochenenden, wird dies ebenfalls nicht als verantwortungsbewusst gesehen. Wir müssen uns also entscheiden und möchten die Gottesdienste nach Weihnachten weiterhin wie gewohnt anbieten. Aufgrund der Kurzfristigkeit bleibt auch keine Zeit mehr, andere Szenarien zu überdenken, wie z.B. nur einen oder zwei kleine Gottesdienste in der Kirche zu halten und den Gottesdienst draußen zu streichen. Wir können jetzt nur entscheiden, entweder alle zu halten oder alle abzusagen.

 

Die Entscheidung ist in allen drei erwähnten Gruppen (Bochumer Pfarrer, PGR und Konvent) für eine Absage gefallen.

 

Somit würden wir am 28.12. wieder mit unseren Präsenzgottesdiensten starten. Diese werden wir selbstverständlich weihnachtlich gestalten. Dadurch, dass die Teilnehmerzahl wie gewohnt risikoarm gehalten werden kann, sehen wir hier keine Problematik begründet. Wir werden also nicht in einen allgemeinen Lockdown gehen bis zum 10.1. oder darüber hinaus. Aber wir werden so auch der ganz speziellen Situation an den Weihnachtstagen besser gerecht werden können. Es ist ein Kompromiss und einer, der keinem von uns leicht gefallen ist.

 

Liebe Schwestern und Brüder, mir ist bewusst, dass diese Entscheidung für sehr viele nachvollziehbar ist bzw. sogar so gewünscht ist. Das bekomme ich aus unterschiedlichen Ecken zu hören. Mir ist auch  bewusst, dass diese Entscheidung für viele gar nicht oder nur schwer nachvollzogen werden kann. Ich habe daher die eindringliche Bitte an alle, die Frohe Botschaft der Weihnachtstage trotz oder gerade wegen dieser sehr schwierigen Umstände, in ihr Herz zu lassen. Denn diese Frohe Botschaft ist nicht in einer harmonischen Welt begründet, sondern in der Perspektive auf eine heile Welt bei Gott. In dem Versprechen Gottes auf ein ewiges Leben in seinem Reich des Friedens, des Lichtes und der Liebe. Und diese Perspektive, dieses Versprechen, wird uns ja  gerade an Weihnachten nicht genommen, sondern geschenkt. Unser Gott will ja genau das, unsere Dunkelheit erhellen. Das soll uns mit Freude erfüllen. Und die Tatsache, dass dieses Reich schon begonnen hat durch die Ankunft seines Sohnes auf der Erde. Gott will uns nahe sein und zwar in den dunklen Stunden ganz besonders. Er kommt nicht umsonst in der Nacht zur Welt, damit sein Licht dieses Dunkel erhellen kann. Lassen wir also unsere Herzen vor Freude schlagen über die Geburt dieses Kindes.  

 

Es grüßt Sie herzlich P. Elias

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